Mittefasten
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Die Aufrechterhaltung des Mittefasten war bis anfangs 20. Jahrhundert durch die Knabenschaft erfolgt. 1542 wurde dieser Brauch in einem Schreiben über die Knabenschaft erstmals in Unterengstringen erwähnt. 1496 wurden diese sogenannten "Märzenfeuer" im Gebiet von Zürich verboten, doch in Unterengstringen blieb dieser Brauch weiterhin erhalten.
Dieser Brauch besitzt drei Elemente:
- Kienbesenumzug mit Kienfackeln
- Lichterschwemmen - Das "Licht bachab schicken" mit dem Feuerschiff
- Böögg-Verbrennung mit einer Strohpuppe, früher mit Übername "Lumpenkudi"
1867 wurde durch Schwingen der Kienfackeln und deren Funkenwurf, drei Häuser und drei Scheunen an der Dorfstrasse in Brand gesetzt. Seit da findet der Brauch am linksufrigen Limmatufer an diesem Standort statt. Das Datum ist immer der Sonntag nach dem ersten Frühjahrsneumond, etwa Mitte der Fastenzeit. Das Mittefasten wird also drei Wochen nach der Fasnacht und drei Wochen vor Ostern gefeiert.